Kommentar vom [21.02.10, 19:00 Uhr] eingetragen von: zschechi
Oßling schlägt sich im Schneegestöber selbst!
Im ersten Spiel im Jahre 2010 musste die Truppe von Klaus und Wehner zum schweren Auswärtsspiel nach Elstra reisen. Man spielte das erste mal gegen den ehemaligen Trainer Wenzel, der in der Hinrunde das Ruder bei Grün/Weiß übernommen hat. Auf Oßlinger Seite sah die Personaldecke ziemlich dünn aus. Kapitän Hetmann, Bulmann und Marx meldeten sich für den Spieltag verletzt ab und so fehlten der SGO drei wichtige Stützen. Zudem fehlten auch noch Lösche und Zschech. Gröger spielte für Marx in der Spitze. Burkhard und Semjank rückten ebenfalls in die erste Elf. Zudem bestritt Naumann heute sein vorerst letztes Spiel für die SGO, da er Arbeitsbedingt nach Österreich „auswandert“. Mit fünf Minuten Verspätung konnte der Schiri das Spiel auf dem mit Schnee bedeckten Platz anpfeifen.
Die ersten Minuten mussten sich beide Teams erstmal auf die Platzverhältnisse einstellen und so tastete man sich erst einmal vorsichtig ab. Nach 5 Minuten dann erste Offensivversuche der SGO. Lautsch spielt einen schönen Pass in die Spitze, doch der Keeper ist hellwach und klärt vor Gröger. Nur kurz darauf wurde es richtig gefährlich. Tamke setzt sich außen durch, zieht in den Sechzehner und drückt ab. Den Schuss kann der Keeper nur abprallen und Gröger setzt nach, doch sein Schuss klärt ein Spieler auf der Linie und so bleibt es beim 0:0. Danach wurden die Gastgeber wach und spielten nach vorne. Ein schöner Pass in die Mitte, doch der Stürmer trifft den Ball nicht richtig und schießt aus 5m vorbei. Kurz darauf wieder die Gastgeber, die jetzt mehr Druck machten. Doch wieder trifft der Stürmer den Ball nach einer guten Flanke nicht richtig und Müller hat keine Probleme den Ball zu halten. Dann war Oßling mal wieder an der Reihe. Lautsch mit einem guten Freistoß, den der Keeper wieder nicht festhalten kann, doch Gröger verpasst den Nachschuss. Unmittelbar nach dieser Aktion gleich der Gegenzug. Der Stürmer läuft frei auf Müller zu und wird im letzten Moment von Kubin gestoppt. Elstra versuchte es jetzt öfters aus der zweiten Reihe, doch Müller bewahrt seine Jungs mit zwei Glanzparaden vor dem Rückstand. Mitte der ersten Hälfte wieder ein Freistoss für die SGO. Diesmal tritt Hauffe an, der den Ball direkt aufs Tor zieht. Wieder hat der Keeper Schwierigkeiten den Ball festzuhalten und Tamke setzt nach, ist aber einen Schritt zu spät. Kurz darauf hat Lautsch noch einmal die gute Möglichkeit, als er von Tamke klass bedient wird, doch sein Schuss geht knapp über den Kasten. In der 32. Minute dann ein Freistoss für Elstra. Der Spieler läuft an und zirkelt den Ball um die Mauer. Müller ist schon unten, doch Tamke rauscht heran und spitzelt den Ball unglücklich ins eigene Netz und so steht es etwas überraschend 1:0 für Elstra. Jetzt wurde das Spiel hitziger. Immer wieder grobe Fouls, doch der Schiri beließ es immer wieder bei Ermahnungen. Nach mehrmaligen Einsteigen von hinten in die Beine platzt Burkhard mal der Kragen und der Schiri zeigt Gelb wegen Meckerns. Nur kurz darauf wieder ein übles Einsteigen von hinten. Wieder gibt Burkhard dem Schiri zu verstehen, dass er langsam mal durchgreifen soll, doch dem Schiri stört das Meckern mehr als die groben Fouls und Burkhard sieht die Ampelkarte. Oßling nun nur noch zu zehnt, was die Sache nicht leichter machte. Elstra kurz vor der Pause noch mal mit einer dicken Chance, doch wieder pariert Müller klasse. Die letzte Aktion vor der Pause gehörte Oßling. Außen setzt sich Naumann durch und passt zu Gröger, der im Sechzehner gefoult wird, so dass man es in der Kabine knallen hörte. Der Schiri sah das leider anders und gab völlig unverständlich Abstoß. So ging es mit dem 0:1 Rückstand in die Kabine.
In der zweiten Hälfte ging das Kuriositätenkabinett weiter, als der Schiri vor dem Wideranpfiff nach dem elften man auf Oßlinger Seite fragte, den er persönlich kurz vor der Pause duschen schickte. Oßling durfte trotzdem nur zu zehnt weiterspielen und Elstra hatte es jetzt deutlich einfacher. Der Kapitän von Elstra mit einem Schuss aus 25m, Müller pariert. Und so ging es auch weiter. Elstra hatte jetzt mehr Platz und kam zu zahlreichen Möglichkeiten. Doch auch die Stürmer von Elstra erwischten nicht den besten Tag und die guten Chancen wurden schon fast schlampig liegen gelassen. Nach der ersten Druckphase von Elstra kam Oßling noch einmal. Hauffe mit einem Freistoß aus 35m. Ein Abwehrspieler verlängert den Ball, der verpasst den Kasten ganz knapp. Kurz darauf wieder ein Freistoß aus ähnlicher Position. Naumann steigt hoch, doch der Keeper hält den Kopfball und auch der Nachschuss von Gröger wurde geblockt. Dann kam wieder Elstra, die immer wieder frei vor dem Oßlinger Kasten auftauchten, doch immer an Müller oder sich selbst scheiterten. So plätscherte das Spiel dahin. Oßling versuchte noch mal den Ausgleichstreffer zu erzielen, doch heute war einfach nicht mehr drin. Elstra spielte das jetzt locker runter und gewinnt völlig verdient 1:0 gegen Oßling.
Fazit: Oßling verliert das Auswärtsspiel durch ein Eigentor und dezimiert sich durch ungeschicktes Meckern auch noch selber. Hetmann, Marx und Bulmann fehlten an allen Ecken und Enden. Lautsch mit viel Einsatz, Kampf und Laufbereitschaft für mich heute der beste Mann bei der SGO. Elstra hätte durchaus höher gewinnen können, war dann aber zum Schluss doch froh, nicht noch das 1:1 bekommen zu haben. Wichtig für die SGO ist, dass die Leistungsträger schnellstmöglich wieder fit werden.
Zum Schiri: Seine Entscheidungen nicht unbedingt Spielentscheidend, aber doch höchst fragwürdig. Mit einer klaren Linie bei seinen Entscheidungen und konsequenteren durchgreifen bei groben Fouls hätte man ein doch relativ einfach zu leitendes Spiel schnell beruhigen können. Ebenso fragwürdig ist die Linienrichteransetzung. Alle Spiele in der Kreisliga sind ausgefallen und man schickt einen ca. 70 jährigen Linienrichter nach Elstra, der nicht einmal Abseits anzeigte, so dass auch das der Schiri übernehmen musste. Dazu bräuchte man weiß Gott kein Kollektiv.
Für die SGO spielten: Müller; Burkhard, Hauffe, Kubin, Paul; Lautsch, Naumann, Semjank (Olak), Schätzler (Zschorlich); Gröger (Korch) und Tamke
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