Kommentar vom [08.11.09, 20:22 Uhr] eingetragen von: zschechi
Oßling tritt weiter auf der Stelle!
Nach den zuletzt eher weniger erfolgreichen Wochen war die SG Oßling/Skaska heute zu Gast bei der SG Crostwitz. Das Trainergespann Klaus/Wehner musste heute auf einige wichtige Spieler verzichten. In der Abwehr fehlte neben Innenverteidiger Paul (Rippenanbruch) Libero Hauffe wegen Grippe. Für die beiden rückten Burkhard und Rückkehrer Naumann in die Verteidigung. Im Mittelfeld fehlten weiterhin Zschech, Olak und Lautsch. Zschorlich und Schätzler in der Startelf.
Mit 10 Minuten Verspätung konnte Schiri Bramborg das Spiel auf dem holprigen Nebenplatz in Horka anpfeifen. Die Partie begann eher mäßig. Die Gastgeber aus Crostwitz gaben in der Anfangsphase zwar den Ton an, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Die Erste Chance der Partie gehörte jedoch nach 10 gespielten Minuten der SGO. Kapitän Hetmann flankt auf Tamke, der eher unglücklich auf Marx passt. Marx macht das gut und köpft den Ball wieder zu Tamke, der aus 16m abzieht – der Keeper pariert. Dann kommen die Gastgeber langsam in Fahrt. Nach einer gefährlichen Ecke fliegen alle Spieler am Ball vorbei. Nur Sekunden später eine Flanke in die Mitte. Die komplette Abwehr pennt, Müller rutscht aus und der Stürmer kann ohne Probleme abstauben – 1:0. Ab jetzt spielte fast nur noch Crostwitz. Nach Fehler von Naumann spielt der Spieler den Ball gefährlich in die Mitte, Burkhard kann in höchster Not klären. Nach 25 Minuten die nächste Großchance. Nach einer Flanke kommt der Spieler zum Flugkopfball – Müller pariert. Dann mal wieder ein Lebenszeichen der SGO. Schätzler setzt sich außen gut durch und passt in die Mitte. Der Keeper hat sichtlich Probleme, doch Marx kommt nicht mehr schnell genug an den Ball und der Hüter klärt die brenzlige Situation im Nachfassen. Danach wieder nur die Gastgeber mit Offensivfußball. Einen Schuss aus 20m kann Müller erst im Nachfassen halten. 10 Minuten vor der Pause dann das verdiente 2:0 für Crostwitz. Am Sechzehner können sie sich die Bälle in Ruhe zuspielen. Der Spieler zieht aus 16m einfach mal ab und der Ball ist drin. Oßling in der Offensive erschreckend schwach. Nur 3 Minuten nach dem 2:0 die nächste Chance. Einen Pass in die Nahtstelle der Abwehr kann der herauseilende Müller klären, den Nachschuss rettet Naumann kurz vor der Linie. Dann war Halbzeit und Oßling mit dem 2:0 gut bedient.
In der zweiten Hälfte versprachen sich die treuen Fans eine Leistungssteigerung ihrer Jungs, doch sie wurden bitter enttäuscht. Die Gastgeber übernahmen sofort wieder das Ruder und wollten die endgültige Entscheidung. Nach einer schönen Kombination wird Keeper Müller aus 20m gefordert, kann den schwierigen Ball aber parieren. Kurz darauf zieht der Mittelfeldspieler nach einer Flanke wieder ab – knapp drüber. Nach 60 Minuten die nächste Großchance nach einer Eingabe, doch Hetmann kann in letzter Sekunde vor dem Einschussbereiten Stürmer klären. Oßling versuchte sich aus der Crostwitzer Zange zu befreien. Wieder ist es Hetmann, der versucht, das Oßlinger Offensivspiel zu beleben. Ein Pass und Tamke nimmt endlich mal Fahrt auf, zieht in die Mitte und spielt zu Bulmann. Der nimmt kurz an und zieht ab, doch der Abwehrspieler blockt den Schuss. Im Gegenzug zieht Crostwitz die Zügel wieder an. Kubin holt den in den Strafraum ziehenden Stürmer rüde von den Beinen und Schiri Bramborg zeigt völlig zurecht auf den Punkt. Müller ist ohne Chance gegen den wuchtigen Elfer – 3:0. Das war der endgültige K.O. für Oßling. Der eingewechselte Gröger nimmt sich in der 80. Minute dann doch noch mal ein Herz und sucht den Weg in den Strafraum. Dort wird er von den Beinen geholt und es gibt auch hier völlig zurecht Strafstoss. Das ist ein Fall für den Kapitano, der den Ball rechts in den Giebel drischt – 3:1. Mehr kam von den Gästen nicht und Crostwitz gewinnt ohne große Mühe mit 3:1 gegen erschreckend harmlose Oßlinger.
Fazit: Oßling heute völlig ohne Mut und Selbstvertrauen. Aber wo soll man das nach den letzten Spielen auch her nehmen. Ohne Hauffe und Paul wackelte die Defensive heute doch sehr stark. Burkhard zwar bemüht, doch einen Hauffe kann man eben nur schwer ersetzen. Ähnlich im Spielaufbau, wo Lautsch schmerzlich vermisst wurde. Hetmann und Bulmann aus meiner Sicht noch die besten Oßlinger. Der junge Zschorlich heute mit einem Rabenschwarzen Tag und auch Naumann ist nach seiner Verletzung noch nicht wieder in Bestform. Im Sturm sah es ähnlich mau aus. Wo zu Saisonbeginn Tamke und Marx die gegnerischen Abwehrreihen schwindelig spielten, sieht man in den letzten Wochen ein sehr formschwaches Sturmduo. Bleibt zu hoffen, dass sich die Mannschaft jetzt zusammenrauft und gemeinsam aus dieser miesere rauskommt. Das sie es können, haben sie ja schon bewiesen. Nächste Woche gegen Königbrück/Laussnitz sollen dann mal wieder 3 Punkte in Oßling bleiben.
Für Oßling spielten: Müller; Burkhard, Kubin, Naumann (Semjank); Lösche, Hetmann, Bulmann, Schätzler, Zschorlich (Bomsdorf), Tamke und Marx (Gröger)
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